GOLDENE TAUBEN VERLASSEN DIE ÜBERWASSERKIRCHE

Pressedatum: 
04.07.2018
 
Cityadvent-Spende von 7.240 Euro für „Treffpunkt an der Clemenskirche“

 
Bild: Matthias Eichbauer (3. von rechts) freute sich im Beisein von Sabine Junglas (Alexianer), Rupert König, Ludgera Stadtbäumer (Alexianer), Stadtdechant Jörg Hagemann, Klaus Herold (Kirchenfoyer) und Schwester Klara Maria Breuer (Wohnungslosenpastoral des Bistums Münster) (von rechts) über die Spende.
Foto: Bischöfliche Pressestelle/Ann-Christin Ladermann
 
 
Seit November schmückten sie das Gewölbe der Überwasserkirche in Münster: 3333 goldfarbene Tauben – aus Papier gefaltet. Es war die Hauptinstallation des ökumenischen Cityadvents im vergangenen Jahr, zu dem das katholische Stadtdekanat Münster, das Kirchenfoyer und der evangelische Kirchenkreis eingeladen hatte. Am Dienstag, 17. Juli, endet der Vogelflug, dann wird das Kunstwerk abgehängt. Im Advent hatte es rund 25.000 Besucherinnen und Besucher in die Überwasserkirche gelockt. Aufgrund dieses Erfolges und der inhaltlichen Verbindung zum Katholikentags-Leitwort „Suche Frieden“ blieb die Installation während des kirchlichen Großereignisses hängen und begeisterte zusammen mit der Udo-Lindenberg-Ausstellung weitere 50.000 Besucher.
Stehen geblieben ist außerdem eine Spendenbox für die Obdachlosen der Stadt, dessen Erlös für den „Treffpunkt an der Clemenskirche“ bestimmt war. Am 3. Juli präsentierten Stadtdechant Jörg Hagemann und Kirchenfoyer-Leiter Rupert König eine Summe von 7.239,11 Euro, die bei der Aktion zusammengekommen ist. „Uns ist die Verbindung von künstlerischen Projekten und sozialem Engagement wichtig“, erklärte Hagemann und lobte die Arbeit der beiden haupt- und 23 ehrenamtlichen Mitarbeiter im „Treffpunkt an der Clemenskirche“: „Wer die Gastfreundschaft dort erlebt hat, weiß, welche wertvolle Arbeit dort verrichtet wird“, betonte er.
Matthias Eichbauer, Leiter der Einrichtung für Menschen in sozialen Notlagen, dankte den vielen Spenderinnen und Spendern. „Das ist enorm viel Geld, noch wichtiger ist uns aber die Aufmerksamkeit, die uns damit zukommt“, sagte er. So sei der Treffpunkt mit seinen Besuchern bereits gut vernetzt mit dem Bistum Münster, dem Stadtdekanat und der Innenstadtpfarrei St. Lamberti. „Eingebunden sein ins normale Leben – genau das brauchen unsere Leute“, sagte er. Die Spendensumme werde in den laufenden Betrieb aufgenommen, kündigte Eichbauer an: „Wir werden damit Fortbildungen für unsere Ehrenamtlichen finanzieren, aber auch etwas von dem Geld in die Flurrenovierung und den Einkauf stecken.“
Ludgera Stadtbäumer von der Alexianer Misericordia GmbH als Träger des Treffpunktes zeigte sich ebenfalls beeindruckt von der Spendenbereitschaft der Cityadvent-Besucher und dem damit verbundenen Einsatz für diejenigen, „die am Rande der Gesellschaft“ stehen: „Das ist bürgerschaftliches Engagement im besten Sinne.“