Einladung zur Vernissage

Pressedatum: 
19.06.2017

 

Lyrische Worte auf Holz geschrieben
Gabriele Sobke stellt „Wort-Kunst“-Werke im Kirchenfoyer aus

Eine Krankheit nahm Gabriele Sobke 1994 vorübergehend die Stimme. Um ihren Gefühlen und Beobachtungen Ausdruck zu verleihen, begann die Münsteranerin lyrische Gedichte und Kurzgeschichten zu schreiben. In den vergangenen Jahren hat sie Lesungen in Hamm, Dortmund, Münster, Berlin und auf Norderney gegeben. Ihre Worte hat sie nun künstlerisch umgesetzt – auf Holz. Zu sehen sind ihre Werke ab Mittwoch, 21. Juni, 19 Uhr, in den Räumen des Kirchenfoyers Münster. Dort arbeitet die Münsteranerin ehrenamtlich mit.

„Für mich ist Holz neben Wasser das ökonomischste Produkt der Welt“, erklärt Sobke die Wahl des Materials. „Ich möchte meine Worte auf dem toten Holz erwachen lassen.“ Sechs Holzbretter, je zwei Meter lang, fünf Holzstelen, sieben Baumscheiben, außerdem Bambusstäbe und zwei Plakate, gedruckt auf LKW-Planen, werden rund einen Monat lang im Kirchenfoyer ausgestellt. Mit einem wasserfesten Filzstift hat sie das ungeschliffene Holz mit ihren Gedichten beschrieben – beidseitig, damit Passanten die Gedichte auch von außen, durchs Schaufenster lesen können.

Rupert König, Leiter des Kirchenfoyers sowie Ruth Blanke vom Kunstarbeitskreis freuen sich über die ungewöhnliche Kunstausstellung: „Es geht um eine Verbindung zwischen Wort und Kunst“, erklärt König. „Hier werden verschiedene Materialien kombiniert, um lyrische Gedichte zum Ausdruck zu bringen, das ist außergewöhnlich.“ Wie die bisherigen Ausstel-lungen und Kunstaktionen im Kirchenfoyer wolle auch diese die Besucher und Passanten zum kurzen Innehalten bewegen.
Die Themen der Gedichte und Kurzgeschichten sind vielfältig, „ich habe versucht, meine Gefühle in Worten auszudrücken“, sagt die Künstlerin. „Denn Worte waren und sind mir immer noch eine wesentliche Hilfe, mich und meine Lebenswelt verstehen zu können.“

Die Ausstellung wird am Mittwoch, 21. Juni, um 19 Uhr im Kirchenfoyer (Ecke Lambertikirchplatz/Salzstraße) eröffnet. Bis Sonntag, 23. Juli, können die Werke zu den Öffnungszeiten des Kirchenfoyers (montags bis Freitag, 10 Uhr bis 18 Uhr, samstags 10 Uhr bis 16 Uhr)

(Foto: Bischöfliche Pressestelle/ Ann-Christin Ladermann)