„Before I die – Was mir im Leben wichtig ist“ Schober-Stiftung veranstaltet Mitmach-Kunst vom 31. Oktober bis 7. November in der Innenstadt

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28.10.2020

Münster – Die münstersche Schober-Stiftung für christliche Hospizarbeit veranstaltet von Samstag, 31.Oktober, bis Samstag, 7. November, an der Ecke Lambertikirchplatz/Salzstraße die Kunstaktion zum Mitmachen „Before I die – Was mir im Leben wichtig ist“. 
 
„Before I die“ ist ein globales Kunstprojekt und lädt zum Nachdenken über die wichtigsten Dinge im Leben ein. Nachdem die US-amerikanische Künstlerin Candy Chang einen geliebten Menschen verloren hatte, schrieb sie an die Wand eines verlassenen Hauses in New Orleans einen Satz und initiierte damit die Aktion: „Bevor ich sterbe, möchte ich…“ Viele Menschen ergänzten den Satz um ihre eigenen Gedanken. Seither gab es weltweit über 5.000 Tafelwände in mehr als 78 Ländern und 35 Sprachen, so auch in mehreren deutschen Städten.
 
In Münster werden die Tafelwände nun eine Woche lang unter den Bedingungen des Coronaschutzes von 11 bis 18 Uhr unter den Arkaden an der Ecke Lambertikirchplatz/Salzstraße stehen. „Passanten können ihre Träume, Wünsche und Hoffnungen mit bunter Kreide auf die schwarzen Tafelwände schreiben und so vielleicht ihr Leben bewusster gestalten“, sagen Anna und Otmar Schober. Das Ärzte-Ehepaar hat die Schober-Stiftung für christliche Hospizarbeit im Jahr 2004 gegründet. Die „Before I die“-Aktion veranstaltet sie zusammen mit dem Kirchenfoyer Münster. Oberbürgermeister Markus Lewe wird das Projekt am Samstag, 31.Oktober, um 11 Uhr eröffnen.
 
Mit dieser Mitmach-Aktion möchte die Schober-Stiftung darauf hinweisen, wie wichtig Erhalt und Ausbau der Palliativ- und Hospiz-Versorgung sind. Sie appelliert an Politik und Gesellschaft, jedem Menschen am Lebensende eine würdige Existenz zu ermöglichen.
 
Die Kunstaktion erinnert an die Gründung der „Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland“ vor zehn Jahren in Deutschland. Die auch von der Stadt Münster unterzeichnete Charta wäre auch Thema der zum 17. Mal anberaumten Novembervorlesung der Schober-Stiftung am Freitag, 6. November, im Franz Hitze Haus gewesen mit Prof. Dr. Claudia Bausewein, Direktorin der Klinik und Poliklinik für Palliativmedizin am Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München, als Referentin. Coronabedingt musste diese Veranstaltung abgesagt werden.
 
Die Schober-Stiftung fördert Projekte der Hospizarbeit und der Palliativmedizin. Sie stellt den sterbenden Menschen und seine Angehörigen in den Mittelpunkt, will ihn menschlich begleiten, Leiden lindern, ihm einen Abschied in Würde möglichst in seiner vertrauten Umgebung ermöglichen.
 
Hinweis: Die Redaktionen sind zur Berichterstattung über die Eröffnung der Aktion durch Oberbürgermeister Markus Lewe am Samstag, 31.Oktober, 11.00 Uhr, Ecke Lambertikirchplatz/Salzstraße freundlich eingeladen. Anwesend sein werden auch Prof. Dr. Dr. Otmar Schober, Dr. Anna Schober und Prof. Dr. Reinhard Klenke von der Schober-Stiftung sowie Rupert König vom Kirchenfoyer Münster.